LAMBDA-Nachrichten Nr. 103

Just relax

Frostige Zeiten

Die kalten Wintermonate verlangen unserer Haut viel ab. Sie produziert dann weniger Fett, und die Durchblutung wird reduziert. Der ständige Wechsel zwischen kalter Frisch- und trockener Heizungsluft strapaziert zusätzlich. Auch die Sonnenstrahlung ist aggressiver, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Neben diesen äußerlichen Problemen bringt der Winter mit seinen langen und dunklen Tagen Energietiefs, Müdigkeit und Depressionen, die mit kurzen Übungen und einfachen Hilfsmitteln beseitigt werden können.

Wer nicht zur Spezies der Schneemänner zählt, sollte seine Haut gerade im Winter besonders pflegen.

 

Körperpflege

Gereizter Haut sollte im Winter nicht nur Feuchtigkeit, sondern zusätzlich auch – in Maßen – Fett zugeführt werden. Salben mit hohem Fettanteil eignen sich hervorragend als Kälteschutz bei sportlichen Aktivitäten im Freien. Feuchtigkeitscremen und Bodylotions sollten beim Aufenthalt in der Natur vermieden werden: Im schlimmsten Fall kann das Wasser auf der Haut gefrieren. Das andere Extrem ist die trockene Heizungsluft, die der Haut Feuchtigkeit entzieht und sie dadurch rissig werden lässt. Reine Fettsalben hindern die Haut in geschlossenen und beheizten Räumen am Atmen und verursachen so Entzündungen. Eine Creme, die sowohl Fett als auch Feuchtigkeit enthält, bietet sich als Allround-Pflege an. In Ernstfällen hilft eine regenerierende Feuchtigkeitsmaske als Sofortmaßnahme. In kurzer Zeit wird der Haut dabei optimale Feuchtigkeit zugeführt. Der zuverlässigste Feuchtigkeitsschutz, auch im Winter, ist eine ausreichend hohe Flüssigkeitszufuhr (ca. 3 Liter pro Tag).

Ein oftmals unterschätztes Risiko ist die Sonneneinstrahlung beim Wintersport. Trotz bedeckten Himmels und kalter Temperaturen ist die UV-Strahlung in den Bergen ungebrochen stark. Pro 1000 Höhenmeter nimmt die UVB-Strahlung um 20 % zu. Helle, reflektierende Flächen wie Schnee und Eis verstärken die Sonnenwirkung um bis zu 90 %. Sonnenschutzcremen mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor sind daher unerlässlich, wobei man jedoch keine Sommer-Sonnencremen verwenden sollte. Diese enthalten zuwenig Fett und haben keinen Kälteschutz. Außerdem gilt auch hier wieder: wasserhaltige Cremen vermeiden. Diese können auf der Haut gefrieren.

Da wir von unseren Lippen auch im Winter Höchstleistungen erwarten, benötigen sie besonderen Schutz. Sie besitzen weder Talg- noch Fettdrüsen. Spröde und rissige Lippen, speziell bei Kälte und Lufttrockenheit, sind die Folge. Lippenpflegestifte schaffen hier Abhilfe. Die Lippen mit der Zunge befeuchten ist hingegen wenig sinnvoll, da das aufgetragene Wasser verdunstet und die Lippen noch rissiger werden. Im Freien sollte die sensible Lippenhaut zusätzlich mit einem hohen Lichtschutzfaktor geschützt werden.

 

Energiequellen

Wer in einer winterlichen Energiekrise steckt, braucht Nachhilfe. Mentalübungen helfen, durch dieses Tief durchzutauchen und neue Kraft zu schöpfen.

Relax-Technik: Im Stand die Daumen und Zeigefinger sanft zusammendrücken, die Arme weit öffnen. Kopf und Brust gerade halten, die Augen schließen. Diese Haltung ca. 30 Sekunden beibehalten. Sofort wird man spüren, wie die Anspannung aus dem Körper gleitet.

Yoga-Atmen: Das rechte Nasenloch zuhalten, durch das linke einatmen (dabei langsam bis 7 zählen), die Luft kurz anhalten (dabei langsam bis 3 zählen) und dann das linke Nasenloch zuhalten und rechts wieder ausatmen (wieder langsam bis 7 zählen). Das ist ein uralter fernöstlicher Trick, um Sauerstoff zu tanken und die Gehirnaktivität anzuregen.

Konzentrations-Fokus: Man setzt sich bequem hin und schließt die Augen. Man „zentriert“ die Aufmerksamkeit auf die Bauchmitte. Tief einatmen und dabei die Bauchdecke nach außen drücken. Langsam ausatmen, dabei die Bauchdecke einfallen lassen. Diese Übung sollte fünfmal wiederholt werden und hilft bei Konzentrationsschwächen.

Kreativitäts-Push: Man nimmt im Stehen einen Gegenstand, z. B. einen Ball oder Apfel, und wirft diesen hoch und fängt ihn wieder auf. Immer wieder, dabei die Augen schließen. Man konzentriert sich auf die Bewegung und lässt den Gedanken freien Lauf. Diese spielerische Bewegung schafft Raum für neue Ideen.

Portraitfoto
Thomas Spal