Wichtige Erfolge, Meilensteine und Highlights –
Zusammenfassung des bisher Geleisteten und Erreichten
Politik
Aufhebung der vier Sonderparagraphen im Strafrecht (1989: § 210; 1996: §§ 220 und 221; 2002: § 209)
Streichung der Krankheitsdiagnose „Homosexualität“ aus dem österreichischen Diagnoseschlüssel (1991)
Anerkennung von „sexueller Orientierung“ als Verfolgungsgrund in drei Gesetzen über die Schaffung von Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus: Nationalfonds 1995, Versöhnungsfonds 2000, Allgemeiner Entschädigungsfonds 2001
Gesetzlicher Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung in der Arbeitswelt durch das Gleichbehandlungsgesetz und Bundesgleichbehandlungsgesetz 2004
Zahlreiche Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen im Rahmen der Begutachtungsverfahren
Anhörungen im Parlament (z. B. Justiz-Unterausschuss 1995, Österreich-Konvent 2003)
Betreuung einer Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte: historisches Urteil zugunsten gleichgeschlechtlicher LebensgefährtInnen betreffend Mietrecht (2003)
Tausende Kontakte zu PolitikerInnen, hunderte persönliche Gespräche
Hunderte Aktionen (darunter auch zahlreiche „direct actions“) – z. B. Teilnahme an Demonstrationen, Proteste bei Veranstaltungen und Pressekonferenzen, Besetzung eines Ministerinnenbüros (Welt-AIDS-Tag 1988), internationale Kampagne gegen die Wahl Walter Schwimmers (ÖVP) zum Generalsekretär des Europarats (1998/99), Besuch bei den drei EU-Weisen in Heidelberg anlässlich der Maßnahmen der EU-14 gegen die Bundesregierung (2000), kompromisslose Beteiligung am Widerstand gegen Blau-Schwarz u. v. a. m.
Anbringung des weltweit ersten Gedenksteins für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus (ehemaliges KZ Mauthausen 1984)
Seit 1989 federführend im Kampf um die rechtliche Anerkennung und Gleichstellung gleichgeschlechtlicher PartnerInnenschaften, u. a. zwei aufsehenerregende „Aktionen Standesamt“ (1989 und 1994)
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Tausende Medienkontakte
Hunderte Presseaussendungen, hunderte Interviews für Printmedien, Radio und Fernsehen im In- und Ausland
Seit 1979 26 Jahrgänge der LAMBDA-Nachrichten, bisher 103 Ausgaben
Hunderte Artikel und Beiträge für andere Medien verfasst
Seit 1998 HOSI-Lesbenradio – monatliche Sendung auf Radio Orange 94.0
Hunderte Teilnahmen an und Auftritte bei Veranstaltungen und wissenschaftlichen Tagungen im In- und Ausland
1982 erstmals öffentliche Veranstaltung zum Christopher Street Day; 1984 erste CSD-Demo durch die Wiener Innenstadt; etliche Jahre Mitveranstaltung der „Warmen Wochen“; seit 1996 Teilnahme an der Regenbogen-Parade, seit 2003 Organisation derselben.
Internationales
Seit 1981 äußerst aktives Mitglied der International Lesbian and Gay Association (ILGA) und ihrer Arbeitsgruppen (Europarat/KSZE; EG; AIDS), 1986-92 stellvertretendes ILGA-Aktionssekretariat
1982-90 Betreuung des ILGA-Informationspools für Osteuropa (EEIP), jährliche Berichte verfasst
Für die ILGA zwei Weltkonferenzen (1983, 1989), eine Regionaltagung für Ost- und Südosteuropa (1993) ausgerichtet, für die ILGA-Europa drei Seminare veranstaltet (1999, 2000, 2001)
Drei Jahre den ILGA-Generalsekretär gestellt (1990-93), sieben Jahre den Vorstandsvorsitzenden der ILGA-Europa (1997-2003)
Teilnahme an hunderten internationalen Konferenzen und Tagungen
Lobbying bei Europarat, OSZE, EU und UNO
Soziales &
Geselliges
Seit 1980 Kommunikations- und Veranstaltungszentrum in der Novaragasse 40 in ehrenamtlicher Selbstverwaltung – im Durchschnitt 4-5mal pro Woche geöffnet – Treffpunkt, Anlaufstelle, Ort der Begegnung
Seit 1981 wöchentliche Treffen der Lesbengruppe, seit 1983 der Jugendgruppe
Seit 1991 Frauentanzabende und -kurse im HOSI-Zentrum
Seit 25 Jahren telefonische und persönliche Beratung
Hunderte Veranstaltungen und Feste im HOSI-Zentrum
Organisation des Regenbogen-Balls (seit 2004)
AIDS-Arbeit
Herausgabe der 1. AIDS-Info-Broschüre Europas (1983)
Mitarbeit an der 1. großen Studie in Europa zur HIV-Prävalenz unter Schwulen (1984/85)
Mitbegründung der Österreichischen AIDS-Hilfe (1985)
Jährliche AIDS-Info-Monate 1987-93
Gründung der „AIDS-Offensive“ (1991) und der (wöchentlichen) „Familienrunde“ (1997) – beide inzwischen eingestellt
Mitbegründung des Names Project Wien (1992)
Wöchentliches PosiHIVes Café im HOSI-Zentrum 1993-2000
Kultur & Bildung
Seit 1982 eigene Theatertruppe: „The HOSIsters“ – jährlich neue Produktion
Organisation mehrwöchiger Lesben- und Schwulen-
Filmfestivals (1987-90 sowie 1993 und 1994)
Mehrere Ausstellungen im HOSI-Zentrum und auswärts, z. B. 2001 „Aus dem Leben“ am Heldenplatz in Wien
Mitarbeit an mehreren Filmprojekten sowie Realisierung des Films „Der HOSI-Clan“ (2000)
Organisation von bzw. Teilnahme an hunderten Veranstaltungen, Diskussionsrunden, Vorträgen etc. im HOSI-Zentrum und auswärts
Vernetzung
Von Anfang an versteht sich die HOSI Wien als Teil der Alternativbewegung bzw. Zivilgesellschaft und ist mit diesen, aber auch Jugendorganisationen u. a. stark vernetzt:
1980 Teilnahme an den Festwochen alternativ: Verabschiedung des gemeinsamen Manifests „Für eine neue Liebesunordnung“
HOSI-MitarbeiterInnen im Vorstand der Initiative Minderheiten und der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung
Mitglied im Nationalkomitee sowie im NGO-Netzwerk zum UNO-Menschenrechtsjahr 1998 – Ausarbeitung des gemeinsamen „Forderungskatalogs österreichischer nichtstaatlicher Organisationen zur strukturellen Verankerung der Menschenrechte in Österreich“
Mitarbeit am Entwurf für ein österreichisches Antidiskriminierungsgesetz (1998-2001)
2003 Mitarbeit an der Erstellung eines Leitbilds für die Initiative CSR (Corporate Social Responsibility) Austria – „Wirtschaftlicher Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung“. Dank HOSI Wien verpflichten sich Österreichs Unternehmen laut diesem Leitbild, auch gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung zu wirken.
2004 Gründungsmitglied des Klagsverbands zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern
Jubiläumsfest im Rathaus
Was braucht man für ein rauschendes Jubiläumsfest? Ein gediegenes, stimmungsvolles Ambiente. Ein abwechslungsreiches amüsantes Programm. Prominente Gäste. Und möglichst viel gut gelauntes Publikum. weiter