LAMBDA-Nachrichten Nr. 101

Aus lesbischer Sicht

Dental verdammt!

Niemand soll der Strafpredigt entkommen, mit der ich mir bei der Lesung am 5. Juni in der AIDS-Hilfe Wien Luft gemacht habe! Deshalb gibt es sie hier als Nachlese.

Renate Hinz-Kunz: Ich begrüße einen berufenen Gesprächspartner zum heiß umstrittenen Thema unserer heutigen Sendung Orientierung. Grüß Gott, Pater Anders Launig!

Pater Anders Launig: Grüß Gott, Orientierung! – Wir alle streben nach Orientierung. Auch der gläubigste Mensch, ja selbst der Priester strauchelt dann und wann und sucht ... und orientiert sich (Blick gen Himmel) – nach oben. Nun aber hören wir immer wieder von einer gewissen sexuellen Orientierung! Als ob sie etwas Gottgewolltes wäre, etwas ganz Natürliches! Als ob der Mensch sich frei entscheiden könnte zwischen zwei gleichwertigen Alternativen! Da geht auf einmal alles kreuz und queer im Schöpfungsplan! Doch es gibt nur eine einzige göttlich-natürliche Beziehung: die Ehe von Mann und Frau! Schon allein aus dem Wortklang der anderen Art von Orien-tier-ung tönt uns traurig das „Tier“ entgegen, das dem tierischen Verlangen erliegt und von dem schon Augustinus weiß: Anal post koitum triste – ähm.

Aber schon viel früher, bei Leviticus, heißt es: Es ist ein Knäuel beim Graben, äh Gräuel, beim Knaben zu liegen. Und noch drastischer in den Briefen an die Korinthen: Die Frauen von Sodom verehrten viele Scheiden äh verfielen entehrenden Leidenschaften. – Sie vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen.

Gott strafte schon damals die Gräuel von Sodom mit Gomorrhoe! Die Blas-Phemie der Schwulen ebenso wie die gegenseitigen Verirrungen der Frauen in die unteren Religionen, äh Regionen ihrer Geschlechtsgenossinnen!

Und wenn man uns heute mit süß sich einschmeichelnden Engelszungen einreden möchte, die Benutzung von Kondomen sei ein Zeichen von Liebe und Verantwortung, dann kann ich nur in die Wüste rufen: Condom! Dieses Wort klingt nicht nur wie condamnare! Es kommt auch von der päpstlichen Verdummung, äh Verdammung in der Entzücklika Errare humanae vita brevis.

Auch die Frauen bedienen sich heutzutage künstlicher Hilfsmittel, wenn sie beim Weibe liegen! Safer Sex nennen sie ihre – der Öffentlichkeit zu Recht unbekannt gebliebenen – abscheulichen Praktiken mit durchsichtigen Schutzfolien! Schon die Bezeichnung des käuflichen Schutzes aus der Apotheke entlarvt die schreckliche Wahrheit: Dental Damn heißt diese Latexfolie. Dental Damn. Zu Deutsch: Dentale Verdammnis! – Das gemahnt uns gar schrecklich an das Heulen und Zähneknirschen in der ewigen Finsternis, mit dem diese Frauen ihr frevelhaftes Tun schlussendlich bezahlen werden. – Grüß Gott!

Hinz-Kunz: Danke vielmals, Pater Launig. – Liebe Zuseher und Zuseherinnen. Das nächste Mal bringen wir einen kritischen Kommentar von Kardinal Schönbrunn zur Segnung eines lesbischen Paares in der altkatholischen Kirche. – Grüß Gott und gute Nacht!

Portraitfoto
Helga Pankratz